Filmtrailer
Manche spannend, manche witzig, manche mysteriös – aber immer sollen sie Neugierde wecken.
Dazu gibt es die unterschiedlichsten Herangehensweisen. Diese sind nicht zuletzt auch vom Genre abhängig. Eine Komödie versucht natürlich das Publikum möglichst zum Lachen zu bringen. Ein Horrorfilm wird, je nach Richtung, mit viel Suspense oder einigen brutalen Szenen locken. Der Action Film wird besondere Effekte in den Vordergrund stellen. Nicht selten, das lehrt uns die Erfahrung, muss man dann erleben, dass ein vielversprechender Kinotrailer vom eigentlichen Film nicht mehr überboten werden kann. Nämlich genau dann, wenn die besten Szenen des Films alle schon im Trailer stecken. Der Zuschauer wird zwar erfolgreich mit den guten Witzen oder Effekten geködert, muss aber feststellen, dass er eigentlich schon alles Relevante kennt. Dementsprechend sollte ein Trailer zwar fesseln, aber nach Möglichkeit nie das ganze Pulver des Films verschießen. Das hat der Filmtrailer mit jeder anderen Art von Werbung gemein: Die Werbung soll Interesse wecken, aber nie Unmögliches versprechen.
Natürlich ist auch hier wichtig, die richtige Zielgruppe anzusprechen. Der Actionfilm-Trailer macht vor einem Kleinkinder-Hauptfilm genauso wenig Sinn, wie ein Trailer, der den Horrorfilm bewirbt, wenn das Publikum für ein Liebesdrama bezahlt hat. Dazu kommt selbstverständlich noch die angemessene FSK, die beachtet werden will (kein FSK18 Trailer vor einem FSK 16 Film).
Als besonders effektiv hat sich in den letzten Jahren das so genannte virale Marketing herausgestellt. Diese Art der Werbung, bei der man häufig gar nicht weiß, dass es sich um Werbung handelt, lässt sich wider Erwarten ebenfalls recht gut in einen Kinotrailer einbinden. Helfend ist dabei der Umstand, dass es im Kino nicht nur Trailer, sondern auch Produktwerbung gibt. Vorreiter war „Blair Witch Project“, dessen Trailer nicht mehr Information her gab, als eine angegebene Internetadresse. Diese Adresse ließ sich nicht ohne Weiteres mit einem Film oder einem Produkt in Verbindung bringen, weshalb das Interesse größer wurde. Seit dem gibt es immer wieder Trailer, die nicht der klassischen Form der Plot-Zusammenfassung folgen, sondern sich durch ihren eigenen Stil besonders gut ins Gespräch bringen und im Gedächtnis bleiben.
Alles in allem sind Filmtrailer das beste Mittel der Wahl um Kunden zu werben. Es kann der bestmögliche Schnitt an zielgruppenrelevanten Personen erreicht werden, zudem ist es besonders wirkungsvoll, mehrere Sinne (hören und sehen) gleichzeitig anzusprechen.
Für Zuschauer und Filmverleiher eine reine Win-Win-Situation.
